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Stuttgarts Wirtschaft verstehen

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Das findest du in diesem Artikel
  1. Stuttgart und Region unterscheiden
  2. Industrie bleibt ein wichtiger Pfeiler
  3. Dienstleistungen und Forschung wachsen
  4. Bessere Stimmung, vorsichtige Beschäftigungsaussichten
  5. Jobs in Stuttgart und der Region einschätzen

Stuttgart und die umliegenden Landkreise sind für Autohersteller und Maschinenbau bekannt. Auch Dienstleistungen und Forschung prägen die Wirtschaft, ebenso Software und Kreativwirtschaft. Wie groß der Anteil dieser Branchen ist, hängt davon ab, ob Sie die Landeshauptstadt oder die gesamte Region Stuttgart betrachten.

Zur Region Stuttgart gehören neben der Stadt die Landkreise Böblingen, Esslingen, Göppingen und Ludwigsburg sowie der Rems-Murr-Kreis. Auto- und Maschinenbau sichern dort weiterhin viele Arbeitsplätze und Aufträge für Zulieferbetriebe; zugleich wächst der Dienstleistungssektor. Die jüngsten Konjunkturdaten zeigen eine bessere Stimmung, aber noch keine klare Wende am Arbeitsmarkt.

Stuttgart und Region unterscheiden

Viele Wirtschaftskennzahlen, die mit Stuttgart verbunden werden, gelten für die Region und nicht allein für das Stadtgebiet. Das betrifft zum Beispiel die Zahl der Beschäftigten bei Fahrzeugherstellern, Zulieferern und Dienstleistern der Autobranche. Wenn Sie Zahlen vergleichen, achten Sie deshalb immer auf das Gebiet und das Berichtsjahr.

Für die Landeshauptstadt meldete die Stadt 2022 einen Umsatz von über 308 Milliarden Euro. Die Bruttowertschöpfung misst den Wert, den Unternehmen und andere Bereiche der Wirtschaft durch ihre Arbeit schaffen, abzüglich der Vorleistungen, die sie dafür einkaufen.

Das Statistische Landesamt weist für Stuttgart ein Bruttoinlandsprodukt aus. Das Bruttoinlandsprodukt, kurz BIP, erfasst den Gesamtwert der wirtschaftlichen Leistung innerhalb eines Gebiets. BIP und Bruttowertschöpfung haben unterschiedliche Berechnungsgrundlagen und sind daher nicht dieselbe Kennzahl. Auch das BIP je Einwohner sagt wenig über das Einkommen der Einwohnerinnen und Einwohner aus: Viele Menschen pendeln zum Arbeiten in die Stadt und tragen dort zur Wirtschaftsleistung bei.

Industrie bleibt ein wichtiger Pfeiler

Zum Automotive-Cluster der Region Stuttgart gehören Fahrzeughersteller, Zulieferer und Unternehmen, die Dienstleistungen für die Automobilbranche anbieten. Für die Stadt allein liegt in den hier genannten Daten keine vergleichbare aktuelle Zahl vor.

Auch Maschinenbau und andere Industriezweige gehören zur wirtschaftlichen Basis. Das Produzierende Gewerbe der Region exportierte 2023 einen großen Teil seiner Erzeugnisse: Die Exportquote lag bei 72,2 Prozent. Internationale Märkte eröffnen Absatzmöglichkeiten, machen Betriebe aber auch empfindlich für schwächere Nachfrage aus dem Ausland.

Hersteller und Zulieferer müssen sich an den Umbau der Autoindustrie anpassen. Der Strukturbericht der Region Stuttgart für 2025 nennt unter anderem den Wettbewerb, veränderte Exportmärkte und den Wechsel zur Elektromobilität als Faktoren, die die Branche beeinflussen. Gleichzeitig entstehen neue Tätigkeitsfelder, etwa bei elektrischen Antrieben, automatisiertem Fahren und vernetzten Verkehrssystemen. Neue Geschäftsfelder schaffen jedoch nicht automatisch genauso viele Stellen, wie in anderen Bereichen wegfallen. Diese Stellen entstehen auch nicht unbedingt ebenso schnell.

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Dienstleistungen und Forschung wachsen

In der Region arbeiteten 2024 etwa 69 Prozent der Beschäftigten im Dienstleistungssektor und rund 31 Prozent im Produzierenden Gewerbe. Die Industrie ist damit weiterhin stark vertreten, während Dienstleistungen den größeren Anteil der Beschäftigung stellen.

Forschung und technologieorientierte Unternehmen gehören ebenfalls zur Wirtschaft der Region. Der Verband Region Stuttgart nennt für 2024 Zahlen zu den Beschäftigten in Forschung und Entwicklung: Mehr als 60 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiteten in sogenannten Hightech-Branchen. Dazu zählen zum Beispiel Industrien und Dienstleistungszweige, die stark auf Technologie setzen.

Auch innerhalb der Stadt gibt es eine breite Basis außerhalb der klassischen Fertigung. Neben der Kreativwirtschaft sind Software- und Games-Unternehmen vertreten. Ihre Präsenz allein belegt jedoch nicht, ob Software, Forschung oder Kreativwirtschaft mögliche Verluste in der Industrie auffangen.

Bessere Stimmung, vorsichtige Beschäftigungsaussichten

Die IHK-Konjunkturumfrage für Herbst 2026 deutet auf eine Verbesserung der Geschäftslage hin. In der Region stieg der Lageindikator auf plus 5 Punkte, der Erwartungsindikator auf plus 1 Punkt. Die Umfrage lief vom 14. September bis zum 2. Oktober und erfasste 823 Unternehmen. Die Werte zeigen, wie diese Betriebe ihre Lage einschätzen. Sie sind keine amtliche Prognose für die künftige Produktion oder Beschäftigung.

Für die Stadt Stuttgart lag der Lageindikator ebenfalls bei plus 5 Punkten. Die Industrie bewertete ihre Lage besser als zuvor, ihre Beschäftigungserwartungen blieben jedoch negativ. Knapp die Hälfte der befragten Industrieunternehmen rechnete weiterhin mit Stellenabbau. An der städtischen Umfrage nahmen 169 Unternehmen teil.

Bessere Geschäftserwartungen und sinkende Beschäftigung schließen sich nicht aus. Unternehmen können mit einer verbesserten Auftragslage rechnen und zugleich Stellen abbauen, wenn sie Kosten senken oder ihre Produktion neu ausrichten. Für eine Einschätzung des Arbeitsmarkts sind daher sowohl die Konjunkturumfragen als auch tatsächliche Beschäftigungszahlen wichtig.

Jobs in Stuttgart und der Region einschätzen

Wenn Sie sich über Jobs, Ausbildung oder einen Branchenwechsel informieren, reicht der Blick auf den Ruf Stuttgarts als Autostadt nicht aus. Prüfen Sie, ob eine Zahl für die Stadt oder die Region gilt, aus welchem Jahr sie stammt und ob sie Beschäftigte, Umsatz oder wirtschaftliche Leistung misst. So vermeiden Sie, etwa regionale Beschäftigtenzahlen fälschlich auf das Stadtgebiet zu übertragen.

Für den Standort sprechen die Verbindung von Industrie, Forschung, Hochschulen und technologieorientierten Unternehmen sowie die wachsenden Dienstleistungen. Gleichzeitig bleibt die Abhängigkeit von industriellen Wertschöpfungsketten ein Risiko, besonders bei schwacher Nachfrage oder Veränderungen im Exportgeschäft. Wie stark neue Branchen mögliche Arbeitsplatzverluste ausgleichen, lässt sich aus den vorliegenden Zahlen nicht ableiten.

Quellen & weiterführende Informationen

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Die Bilder sind KI-generierte Symbolbilder. Prüfe veränderliche Angaben vor deinem Besuch direkt bei der Stadt, den Institutionen oder Betreibern.

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