Das findest du in diesem Artikel
Arbeitsplätze gibt es in Stuttgart im Fahrzeug- und Maschinenbau. Hinzu kommen IT und Finanzwirtschaft, Forschung und Gesundheit sowie öffentliche Einrichtungen. Stuttgart ist ein wichtiges Arbeitszentrum in Deutschland. Die Bruttogehälter liegen vergleichsweise hoch. Die Industrie verändert sich. Hohe Mieten lassen außerdem weniger Geld für andere Ausgaben übrig.
Bei der Suche nach einer passenden Stelle sind vor allem Ihr Beruf, Ihre Erfahrung und Ihr Wohnort wichtig. Die Arbeitslosenquote in Stuttgart lag im September 2026 bei 7,0 Prozent. Sie beschreibt die Lage in der Stadt zu diesem Zeitpunkt, sagt aber nicht, wie leicht Sie in einem bestimmten Beruf eine Stelle finden.
Welche Branchen bieten Jobs in Stuttgart?
Stuttgart ist stark von Fahrzeugbau und Maschinenbau geprägt. Dazu kommen Elektrotechnik, Medizintechnik und Umwelttechnik. In diesen Bereichen reichen die Tätigkeiten von Entwicklung und Produktion bis zu technischen Dienstleistungen. Die lange Industriegeschichte der Region hat viele spezialisierte Berufe hervorgebracht. Zugleich verändern sich die Anforderungen an diese Berufe und die Zahl der Arbeitsplätze.
Auch außerhalb der Industrie gibt es größere Arbeitsfelder. In Software und Spieleentwicklung waren 2024 rund 16.000 Menschen in Stuttgart beschäftigt. Die Stadt zählt außerdem Banken und Versicherungen zu ihren Branchen und ist ein Standort für Hochschulen, Forschung und öffentliche Einrichtungen. Einrichtungen im Stuttgarter Gesundheitswesen behandeln auch Menschen aus dem Umland.
Diese Branchenzahlen beschreiben die Wirtschaftsstruktur, nicht die Zahl aktuell offener Stellen. Prüfen Sie bei der Suche daher konkrete Stellenanzeigen und vergleichen Sie die geforderten Qualifikationen mit Ihrem Profil.
Arbeitslosigkeit und Beschäftigung in Stuttgart
Im September 2026 waren in der Stadt 24.660 Menschen arbeitslos gemeldet; die Arbeitslosenquote betrug 7,0 Prozent. Die Bundesagentur für Arbeit führte 4.505 offene Stellen. Diese Zahl erfasst nur Stellen, die der Behörde gemeldet wurden, und bildet nicht alle Angebote am Markt ab.
Die Zahl der Beschäftigten bezieht sich auf einen anderen Zeitpunkt: Am 31. März 2026 arbeiteten 437.968 Menschen in Stuttgart in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen. Das sind Arbeitsverhältnisse, für die Beiträge zur Sozialversicherung gezahlt werden. Das waren 4.382 weniger als im Vorjahr; Beschäftigtenzahl und Arbeitslosenquote beziehen sich auf unterschiedliche Stichtage.
Der Umbau der Wirtschaft wirkt sich je nach Branche anders aus. Die Bundesagentur für Arbeit hat auf sinkende Beschäftigung in wichtigen Industriezweigen wie der Automobilwirtschaft hingewiesen. Zugleich entstehen laut einer regionalen Initiative neue Perspektiven unter anderem in Elektromobilität, Energie und nachhaltiger Produktion. Daraus folgt nicht, dass jede beschäftigte Person leicht und sicher in einen dieser Bereiche wechseln kann.

Gehälter in Stuttgart
Für sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigte lag das mittlere monatliche Bruttogehalt in Stuttgart 2024 bei 5.329 Euro. Die Hälfte dieser Beschäftigten verdiente weniger, die andere Hälfte mehr. Das untere Viertel lag bei höchstens 3.894 Euro, das obere Viertel bei mindestens 7.181 Euro.
Diese Werte beziehen sich auf Vollzeitkräfte und den Arbeitsort Stuttgart. Sie sind weder Nettogehälter noch typische Einstiegsgehälter und sagen wenig über einzelne Berufe aus. Nutzen Sie sie deshalb als grobe Orientierung und vergleichen Sie Angebote für Ihre konkrete Tätigkeit, Berufserfahrung und Arbeitszeit.
Miete und Arbeitsweg einplanen
Wohnen ist ein wesentlicher Kostenfaktor. Laut dem Stuttgarter Wohnungsmarktbericht lag die durchschnittliche Angebotsmiete für inserierte Wohnungen im ersten Halbjahr 2024 bei 15,51 Euro pro Quadratmeter. Die durchschnittliche ortsübliche Vergleichsmiete betrug laut Erhebung vom April 2024 dagegen 11,15 Euro. Die Werte beruhen auf unterschiedlichen Grundlagen: Angebotsmieten zeigen inserierte Wohnungen, die Vergleichsmiete dient als örtlicher Mietmaßstab. Keiner der beiden Werte zeigt, was eine konkrete Wohnung heute kostet.
Mehr als 60 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Arbeitsort Stuttgart pendelten 2023 aus anderen Orten in die Stadt. Zugleich fuhren mehr als 101.000 Stuttgarterinnen und Stuttgarter zur Arbeit aus der Stadt hinaus. Wenn Sie in Stuttgart keine passende Wohnung finden oder die Miete Ihr Budget übersteigt, suchen Sie auch nach Stellen in der Region. Berücksichtigen Sie Arbeitsweg und Wohnkosten gemeinsam.
So grenzen Sie die Jobsuche ein
Starten Sie mit Ihrer konkreten Tätigkeit und den Fähigkeiten, die Sie mitbringen, statt nur nach einer Branche zu suchen. In der Automobilwirtschaft etwa unterscheiden sich Entwicklung, Fertigung und technische Dienstleistungen deutlich. Wenn der Wandel Ihren bisherigen Beruf betrifft, prüfen Sie verwandte Tätigkeiten in Bereichen wie Energie oder Elektromobilität. Vergleichen Sie die Anforderungen in den jeweiligen Ausschreibungen.
Arbeitsmarktstatistiken geben einen allgemeinen Überblick, aber keine persönliche Prognose Ihrer Chancen. Die Stadtwerte unterscheiden sich von den Zahlen für den größeren Bezirk der Agentur für Arbeit Stuttgart, der auch den Landkreis Böblingen umfasst. Achten Sie bei Vergleichen daher auf das Gebiet und den Stichtag. Prüfen Sie außerdem, ob die angezeigte Stelle noch aktuell ist und zu Ihrer Erfahrung passt.



