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Degerloch liegt auf den Fildern oberhalb des Stuttgarter Talkessels. Zum Stadtbezirk gehören der alte Ortskern sowie Weinberge und Wald. Auch Sportstätten und der Fernsehturm liegen in Degerloch. Die Zahnradbahn, die „Zacke“, bringt Sie vom Marienplatz hinauf. Auf der Fahrt spüren Sie, wie steil der Weg nach Degerloch ist.
Die Ziele liegen weit auseinander und Degerloch ist hügelig. Planen Sie deshalb einzelne Schwerpunkte. Für den ersten Besuch bieten sich der Ortskern und entweder der Fernsehturm oder eine Wanderung durch die Weinberge an.
Mit der Zacke hinauffahren
Die Zahnradbahn der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) fährt als Linie 10 zwischen Marienplatz und Degerloch. Auf der Strecke überwindet sie an einigen Stellen eine Steigung von fast 18 Prozent. Oben erwartet Sie eine andere Umgebung als am Marienplatz: Der Blick reicht in Richtung Talkessel, und die Bahn hat den Höhenunterschied für Sie überwunden.
Wer mit dem Fahrrad hinauffahren möchte, kann den Fahrradwagen der Zacke nutzen. Die SSB nennt dafür eigene Betriebszeiten; prüfen Sie diese vor der Fahrt zusammen mit aktuellen Verkehrsmeldungen. Auch bei eingeschränkter Mobilität lohnt ein Blick auf die Haltestellen: Die Bahnsteige an Nägelestraße, Zahnradbahnhof und Degerloch sind eben, andere Haltestellen entlang der steilen Strecke neigen sich. Rollstühle und Kinderwagen können den Mehrzweckbereich nutzen. Wegen der Steigung empfiehlt die SSB, während der Fahrt sitzen zu bleiben.
Den alten Ortskern erkunden
Rund um den Marktplatz liegt der alte Ortskern von Degerloch. Das alte Rathaus und die frühere Feuerwache sind historische Gebäude. Am Lindenplätzle, auf dem Marktplatz und in der Epplestraße erleben Sie den Alltag des Orts. Aussichtspunkte und Sportanlagen liegen eher am Rand des Stadtbezirks.
Degerloch besteht aus fünf Stadtteilen: Degerloch, Waldau, Tränke, Haigst und Hoffeld. Menschen siedelten hier schon im frühen Mittelalter. In Urkunden taucht Degerloch erstmals um 1100 auf. Lange prägten Landwirtschaft und Weinbau den Ort. Auch Strumpfwirkerei und Seidenweberei waren wichtige Berufe. Heute finden in der Alten Scheuer und im Helene-Pfleiderer-Haus Begegnungen und Veranstaltungen statt. Wenn Sie zu einem bestimmten Termin kommen möchten, prüfen Sie vorher das aktuelle Programm.

Den Fernsehturm besuchen
Der Stuttgarter Fernsehturm ist Degerlochs bekanntestes Wahrzeichen. Er wurde 1956 eröffnet und ist etwa 217 Meter hoch. Von der Aussichtsplattform blicken Sie über Stuttgart und bei guter Sicht weit in die Umgebung. Der Besuch ist kostenpflichtig; Öffnungszeiten, Eintrittspreise und mögliche Einschränkungen sollten Sie vor der Anfahrt auf der Seite des Betreibers prüfen.
Das Wetter beeinflusst den Ausflug direkt: Starker Wind kann zur Schließung der Plattform führen, und bei schlechter Sicht fällt der Panoramablick deutlich eingeschränkter aus. Für eine Führung sollten Sie außerdem wissen, dass der Zugang zum Fundament Treppen umfasst. Der Turm ist daher nicht in allen Bereichen gleichermaßen zugänglich.
Durch Weinberge wandern
Zwischen Marienplatz und Santiago-de-Chile-Platz verläuft eine Route durch Wohnstraßen und Weinberge.
Am Santiago-de-Chile-Platz stehen Bänke, und Sie haben einen Blick in den Talkessel. Der Platz liegt nahe der Zacke-Haltestelle Haigst. Für die Weiterfahrt können Sie auch die Stadtbahnhaltestelle Weinsteige nutzen. Tragen Sie festes Schuhwerk und prüfen Sie den Zustand der Wege, besonders nach Regen. Die Weinberge erinnern daran, dass Degerloch früher ein Weinbauort war. Das heißt nicht, dass regelmäßig Verkostungen stattfinden oder Weingüter jederzeit zugänglich sind. Prüfen Sie solche Angebote gesondert.
Waldau für Sport und Bewegung
Auf der Waldau finden Sie Sportstätten und offene Flächen. Dort liegen das Gazi-Stadion, weitere Sportanlagen und das Kletterzentrum des Deutschen Alpenvereins. Zu den städtischen Einrichtungen gehören außerdem ein Sportgelände mit Laufbahn und Spielfeldern sowie ein öffentlicher Bewegungsgarten am Königsträßle.
Die Anlagen haben unterschiedliche Betreiber und Zugangsregeln. Prüfen Sie vor dem Besuch, ob der gewünschte Platz geöffnet ist oder eine Veranstaltung stattfindet. Aktuelle Spielansetzungen finden Sie beim jeweiligen Verein oder Veranstalter.

Waldfriedhof und Standseilbahn
Der Waldfriedhof bietet eine ruhige, bewaldete Alternative zu Fernsehturm und Waldau. Eine historische Standseilbahn verbindet ihn mit dem Südheimer Platz. Sie stammt aus dem Jahr 1929 und gehört zum öffentlichen Nahverkehr. Wartungsarbeiten können den Betrieb unterbrechen; informieren Sie sich vor der Fahrt über den aktuellen Fahrplan.
Der Blaustrümpflerweg führt unter anderem am Waldfriedhof vorbei und verbindet mehrere Orte im Stuttgarter Süden mit dem Santiago-de-Chile-Platz. Auf steilen Abschnitten nutzen Sie die Standseilbahn und die Zacke. Der Weg enthält aber auch deutliche Anstiege. Orientieren Sie sich bei der Planung an der aktuellen Wegbeschreibung und rechnen Sie mit längeren Steigungen.
So passt der Ausflug in den Tag
Für einen kürzeren Besuch fahren Sie mit der Zacke hinauf, gehen durch den Ortskern und entscheiden sich anschließend für den Fernsehturm oder einen Abstecher zum Santiago-de-Chile-Platz. Für eine längere Tour können Sie die Wanderung durch die Weinberge einplanen oder Waldau beziehungsweise den Waldfriedhof ergänzen. Diese Ziele liegen in verschiedenen Teilen Degerlochs und bilden nicht automatisch einen kurzen Rundweg.
Prüfen Sie vor dem Start die Verkehrsmeldungen der SSB, die Öffnungszeiten des Fernsehturms und mögliche Einschränkungen auf den Wegen. Wenn Sie auf stufenlose Wege angewiesen sind, klären Sie den Zugang zu Ihrem jeweiligen Ziel einzeln: Die Hinweise zur Zacke geben keine vollständige Auskunft über die Zugänglichkeit von Wanderwegen, Friedhof oder Sportanlagen.

