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Welche Runde durch Stuttgart passt, hängt davon ab, was Sie suchen: Im Bohnenviertel laden historische Gassen zum Stöbern ein, im Heusteig- und Lehenviertel prägen Fassaden und Cafés den Spaziergang. Der Stuttgarter Westen verbindet Gründerzeitstraßen mit kleinen Läden und Kultur. Vom Marienplatz führt der Weg hinauf zur Karlshöhe – mit Aussicht und Bewegung.
Jedes Viertel bietet eine andere Art von Spaziergang. Planen Sie in den Gassen und Cafés Zeit für Abstecher ein. Wer im Süden die Staffeln hinaufsteigt, geht eine Strecke mit deutlichen Steigungen statt eines gemütlichen Bummels.
Bohnenviertel und Leonhardsviertel
Im Bohnenviertel finden Sie kopfsteingepflasterte Gassen, Innenhöfe und Fassaden aus verschiedenen Epochen. Das Quartier zwischen Charlottenplatz und Leonhardsplatz geht in seiner Geschichte bis ins 15. Jahrhundert zurück. Als markanter Anlaufpunkt gilt der Schellenturm. Auch die Rosenstraße sowie die Straßenzüge rund um Brenner- und Weberstraße eignen sich zur Orientierung.
Am besten schlendern Sie ohne festen Zickzackplan durch die Gassen und nehmen sich Zeit für kleine Abstecher. Im Bohnenviertel gibt es Antiquariate, Galerien, Kunsthandwerk und kleine Boutiquen. Die Auswahl eignet sich für einen Bummel, bei dem Sie stöbern statt gezielt einkaufen. Innenhöfe und historische Gebäude prägen das Viertel. Nicht jeder Hof ist öffentlich zugänglich.
Für eine Pause finden Sie Cafés, Restaurants, Bars und Weinstuben, sodass der Spaziergang zu einem ruhigen Nachmittag ebenso passt wie zu einem Abendessen. In den Gassen wirkt das Viertel oft ruhig, an den Einkehrorten geht es lebhafter zu. Wenn Sie gezielt ein bestimmtes Geschäft oder Lokal besuchen möchten, prüfen Sie vorher, ob es geöffnet ist.
Heusteig- und Lehenviertel
Im Heusteig- und Lehenviertel lohnt es sich, den Blick auf die Häuserzeilen zu richten. Das Heusteigviertel entwickelte sich ab dem späten 19. Jahrhundert. Gründerzeit- und Jugendstilfassaden sowie große Innenhöfe prägen das Straßenbild. Ein ruhiger Fassadenbummel führt durch die Wohnstraßen in Richtung Marienplatz, wo der Spaziergang mit Cafés und Gastronomie lebhafter ausklingen kann.
Für einen Zwischenstopp nennt die Stuttgarter Tourismusinformation unter anderem Herbert‘z für einen Espresso, den English Tearoom für Tee und das Lehen als Treffpunkt am Feierabend. Am Marienplatz finden Sie etwa Condesa und das Café Kaiserbau mit Gelateria. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten und Angebote.
Das Viertel eignet sich besonders, wenn Sie Architektur anschauen und dabei eine Cafépause einbauen möchten. Der Übergang zum Marienplatz bietet einen klaren Abschluss: Sie können dort sitzen bleiben oder den Spaziergang Richtung Karlshöhe verlängern. So verbinden Sie einen Bummel durch die Wohnstraßen mit einem belebten Platz.

Stuttgarter Westen
Der Westen ist ein gutes Ziel für einen längeren Bummel mit mehreren Stopps. Gründerzeithäuser, Cafés, Galerien und individuelle Läden liegen über verschiedene Straßen verteilt. Eine einzelne durchgehende Einkaufsmeile gibt es nicht. Planen Sie deshalb eine Route mit konkreten Zwischenpunkten.
Ein sinnvoller Auftakt ist der Feuersee mit der Johanneskirche. Bänke, Weiden und eine Freitreppe bieten sich für eine kurze Pause an. Eine beschriebene Route für einen Stadtspaziergang führt von dort über die Rotebühlstraße und Knospstraße zum Johann-Sebastian-Bach-Platz und weiter hinauf zur Hasenbergsteige. Unterwegs liegen unter anderem das Theater der Altstadt, die Rosenau und die Villa Knosp. Für die gesamte Strecke ist keine verlässliche Gehzeit angegeben.
Für Kaffee und Kuchen werden im Westen zum Beispiel Rosabraun Kaffee und Wohnkultur, Hans liebt Kuchen und das NETZER genannt. Rosabraun verbindet ein Tagescafé mit Wohnaccessoires; bei Hans liebt Kuchen steht Gebäck im Vordergrund. Auch kleinere Läden wie die Boutique Von Herzen oder das Vogelsangatelier passen zu einem Bummel mit Einkaufsstopps. Prüfen Sie vorab, ob die genannten Orte geöffnet sind und noch das anbieten, was Sie suchen.
Wenn Sie den Spaziergang mit Kultur verbinden möchten, bietet sich die Rosenau an. Dort finden Gastronomie und Kulturprogramm zusammen, darunter Kabarett, Comedy, Lesungen und Poetry Slams. Der Westen passt damit sowohl zu einem offenen Café- und Ladenbummel als auch zu einem Nachmittag, der in einen Kulturabend übergeht.
Marienplatz und Karlshöhe
Der Marienplatz eignet sich als Ausgangspunkt, wenn Sie einen Stadtspaziergang mit Aussicht verbinden möchten. Cafés, Gastronomie und Sitzgelegenheiten machen ihn zu einem unkomplizierten Pausenort. Von dort führt ein kurzer Abstecher über Staffeln zur Karlshöhe. Der Aufstieg dauert etwa zehn Minuten. Für Hin- und Rückweg werden ohne Pausen rund 30 Minuten angegeben.
Oben haben Sie Aussicht über die Stadt. Im Bereich der Karlshöhe gibt es außerdem einen Weinberg, einen Biergarten und einen Spielplatz. Der Blaue Weg führt durch eine grünere Umgebung mit Obstgärten und weiteren Ausblicken. Wegen der Steigung und der Treppen eignet sich diese Erweiterung besser, wenn Sie bewusst mehr Bewegung einplanen.
Für eine längere Runde bietet sich der Rote-Socken-Weg an. Er ist knapp sieben Kilometer lang und startet am Marienplatz. Die Strecke führt durch das Lehenviertel und den Landschaftspark Wernhalde, vorbei an mehr als 40 Mammutbäumen und zu Aussichtspunkten am Santiago-de-Chile-Platz und an der Schillereiche. Über den Weißenburgpark, die Bopseranlage, die Markuskirche und den Alten Zahnradbahnhof geht es zurück zum Marienplatz. Das ist eine Wanderung durch den Süden, kein kurzer Cafébummel.
Wähle die passende Runde
Für historische Gassen und kleine Geschäfte starten Sie im Bohnenviertel. Wenn Sie Fassaden und Nachbarschaftscafés verbinden möchten, gehen Sie durch das Heusteig- und Lehenviertel zum Marienplatz. Für einen längeren Bummel mit Kulturstopp bietet sich der Westen an. Aussicht und mehr Bewegung bekommen Sie auf dem Weg vom Marienplatz zur Karlshöhe oder auf dem längeren Roten-Socken-Weg.
Auf den Wegen im Süden gibt es Steigungen und Treppen; die geführte Stäffeles-Tour Süd dauert 120 Minuten und wird vom Anbieter für Rollstuhlfahrende oder Eltern mit Kinderwagen nicht empfohlen. Zu Barrierefreiheit, Pflaster und Stufen auf den übrigen Spaziergängen liegen keine vollständigen Angaben vor. Wenn Sie auf stufenlose Wege angewiesen sind, prüfen Sie die konkrete Strecke vor dem Aufbruch.


