Das findest du in diesem Artikel
In Stuttgart können Sie frische Lebensmittel auf 32 Wochenmärkten, das ganze Jahr über in der Markthalle im Zentrum und direkt bei landwirtschaftlichen Betrieben in Hofläden kaufen.
Lage, Öffnungszeiten und Warenherkunft unterscheiden sich. Wochenmärkte und Markthalle bieten regionale Produkte, doch nicht alle stammen aus der Umgebung. Fragen Sie am Stand nach Erzeuger und Anbauort, wenn Ihnen die Herkunft wichtig ist.
Wochenmärkte im Stadtteil
Stuttgarts Wochenmärkte verbinden mehrere Händler an einem festen Ort und Markttag. Die Stadt zählt 32 Märkte mit rund 210 Anbietern, die von Dienstag bis Samstag ihre Waren verkaufen. In vielen Stadtteilen sind sie eine wichtige Anlaufstelle für den täglichen Einkauf.
Die Öffnungszeiten unterscheiden sich stark. Einige Märkte finden früh am Morgen statt, andere reichen bis in den Abend. Diese Beispiele stammen aus dem Betreiberportal. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Angaben:
| Markt | Reguläre Öffnungszeiten |
|---|---|
| Marktplatz und Schillerplatz | Dienstag und Donnerstag 07:00–13:00 Uhr, Samstag 07:00–13:30 Uhr |
| Bad Cannstatt, Marktplatz | Dienstag und Donnerstag 07:00–13:00 Uhr, Samstag 07:00–13:00 Uhr |
| Degerloch, Rathausplatz | Mittwoch und Samstag 07:00–13:00 Uhr |
| Vaihingen, Rathausplatz | Mittwoch und Samstag 07:00–12:30 Uhr |
| Marienplatz | Mittwoch 10:00–18:00 Uhr |
| Wilhelmsplatz | Freitag 12:00–18:00 Uhr |
| Feuersee | Donnerstag 15:00–21:00 Uhr |
Das Angebot reicht je nach Markt und Saison von Obst, Gemüse, Kräutern und Blumen bis zu Käse, Eiern, Fleisch, Geflügel, Fisch und Brot. Dazu kommen internationale Spezialitäten. Die Übersicht für einen einzelnen Markt zeigt, welche Händler dort stehen und welche Produkte sie anbieten. So können Sie gezielt prüfen, ob Sie zum Beispiel einen Gemüsestand oder eine bestimmte Spezialität finden.
Regionalität am Stand klären
Ein Wochenmarkt ist ein guter Ort, um nach saisonalen und regionalen Lebensmitteln zu suchen. Am Standort des Markts erkennen Sie nicht automatisch, woher die Produkte stammen. Händler verkaufen Ware aus verschiedenen Anbaugebieten, und das Angebot wechselt mit der Jahreszeit.
Wenn Sie gezielt aus der Region einkaufen möchten, fragen Sie nach dem Erzeuger und dem Herkunftsort. Auch die Frage, wann ein Produkt Saison hat, hilft bei der Auswahl. Die Händlerübersichten für einzelne Märkte geben Ihnen vorab einen Anhaltspunkt, ersetzen aber nicht die Auskunft am Stand.

Die Markthalle seit 1914
Die heutige Stuttgarter Markthalle wurde am 30. Januar 1914 eröffnet. Die Markttradition am Ort reicht weiter zurück: Ein Handelsplatz ist für das 13. Jahrhundert belegt, regelmäßige Wochen- und Jahrmärkte gab es laut Markthallengeschichte ab 1304. Eine frühere Markthalle von 1864 wurde später zu klein. Den Wettbewerb für den Neubau gewann 1910 der Architekt Martin Elsässer.
Der Jugendstilbau verbindet eine gestaltete Fassade mit einer großen Halle, die von einem Glasdach und Stahlbetonträgern überspannt wird. Der zentrale Hallenraum ist groß. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schwer beschädigt; das Glasdach entstand 1946 wieder. Seit 1972 steht die Markthalle unter Denkmalschutz.
Einkaufen in der Stuttgarter Markthalle
Die Markthalle ist das ganze Jahr geöffnet. Dort gibt es Lebensmittelstände, Gastronomie und weitere Geschäfte. Zum Angebot gehören Obst und Gemüse, Backwaren, Käse und Fisch. Außerdem gibt es Fleisch- und Wurstwaren, Kaffee, Gewürze, Tee und Feinkost. Einige Händler führen ausdrücklich regionale Waren, andere bieten Spezialitäten aus verschiedenen Ländern an. Die Halle eignet sich daher für einen Einkauf, bei dem Sie regionale Produkte mit internationalem Angebot kombinieren möchten.
Eine ältere Broschüre nennt folgende Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 07:30–18:30 Uhr und Samstag 07:00–17:00 Uhr. Prüfen Sie die Zeiten vor dem Besuch auf der Website der Markthalle. Einzelne Stände können außerdem eigene Zeiten haben. Mit einem Hallenplan finden Sie Händler und Geschäfte im Gebäude.
Direkt beim Hof einkaufen
In Hofläden kaufen Sie direkt bei einem landwirtschaftlichen Betrieb und können dort nach Herkunft und Erzeugung fragen. In Stuttgart bewirtschaften knapp 200 Landwirte rund 2.500 Hektar Äcker, Weinberge und Wiesen. Die Stadt stellt eine Karte mit Direktvermarktern und Hofläden bereit.
Das Sortiment und die Öffnungszeiten variieren von Betrieb zu Betrieb. Auch der Zugang ist unterschiedlich. Prüfen Sie deshalb die Angaben des jeweiligen Hofladens, bevor Sie losfahren. Wenn Sie neben dem Einkauf auch den Anbau oder die Verarbeitung kennenlernen möchten, besuchen Sie die Aktion „Gläserne Produktion“. Sie findet jedes Jahr von Mai bis November auf teilnehmenden Betrieben statt. Dort stehen zum Beispiel Führungen und Rundfahrten auf dem Programm; außerdem gibt es Kostproben.

Besuch und Marktverlegung planen
Prüfen Sie vor dem Marktbesuch die aktuelle Übersicht mit Standorten, Öffnungszeiten und Händlerplänen. Fällt ein Markttag auf einen Feiertag, wird der Markt laut Betreiberangabe um einen Tag vorverlegt; die Verkaufszeiten bleiben gleich. Bei Verlegungen ziehen die Märkte am Marktplatz und Schillerplatz auf die Königstraße um. Das gilt auch während des Weindorfs und des Weihnachtsmarkts.
Wählen Sie den Markt passend zu Ihrer verfügbaren Zeit: Für einen frühen Einkauf eignen sich etwa die zentralen Märkte oder die Standorte in Bad Cannstatt, Degerloch und Vaihingen. Wenn Sie erst am Nachmittag Zeit haben, kommen zum Beispiel der Markt am Marienplatz oder der Feuersee-Markt infrage. Prüfen Sie die aktuellen Angaben des Betreibers, denn Termine und Standorte ändern sich.



