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Am Mailänder Platz steht das bekannteste Gebäude der Stadtbibliothek Stuttgart: ein heller Würfel mit einem hohen Innenraum und Lesegalerien rundherum. Zum Bibliothekssystem gehören auch Stadtteilbibliotheken, eine Fahrbibliothek und digitale Medien.
Am Zentralstandort können Sie lesen, lernen und die Architektur des Gebäudes entdecken. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten und Hinweise zu einzelnen Bereichen. Ausleih- und Veranstaltungszahlen beziehen sich auf das gesamte Bibliothekssystem.
So ist das Gebäude aufgebaut
Die Stadtbibliothek am Mailänder Platz öffnete 2011. Von außen wirkt der Bau mit seiner grauen Beton- und Glasfassade geschlossen. Im Inneren öffnet sich ein hoher, heller Raum, der von Galerien mit Büchern umgeben ist. Eine zentrale Halle bildet den Mittelpunkt des Gebäudes; Licht fällt von oben hinein. Die Stadt beschreibt den Bau als rund 40 Meter hoch. Die Architekturbeschreibung nennt für den Würfel Seitenlängen von etwa 45 Metern. Das sind unterschiedliche Maße und kein Widerspruch.
Die klare Form des Gebäudes erleichtert die Orientierung: Vom zentralen Raum führen die Ebenen zu den Lesebereichen und Büchern. Zum Haus gehören außerdem ein Café und eine Dachterrasse. Die Stadtbibliothek erhielt 2013 die Auszeichnung „Bibliothek des Jahres“.
Die Architektur löste von Anfang an unterschiedliche Eindrücke aus. Eine Kritik aus der Zeit lobte die Wegweiser, fand die Räume aber kühl und die zentrale Halle laut. Eine andere Besprechung beschrieb das Innere als weit und offen, obwohl das Gebäude von außen geschlossen wirkt. Diese Urteile geben einzelne Eindrücke wieder. Die verfügbaren Angaben enthalten keine repräsentative Untersuchung zur heutigen Akustik oder zur Zufriedenheit der Besucher.
Das Angebot reicht in die Stadtteile
Wer Bücher ausleihen oder eine Bibliothek in der Nähe nutzen möchte, findet neben dem Mailänder Platz 18 Stadtteilbibliotheken. Zwei Pop-up-Bibliotheken, eine Fahrbibliothek und eine digitale eLibrary ergänzen das Angebot. Eine Pop-up-Bibliothek ist ein zeitlich oder räumlich begrenztes Angebot; die Fahrbibliothek bringt Medien mit einem mobilen Fahrzeug an verschiedene Orte. Die eLibrary stellt digitale Medien bereit.
Am Mailänder Platz finden Sie die Architektur und die zentrale Halle. Für Angebote in Ihrem Wohnviertel nutzen Sie die anderen Standorte; digitale Medien leihen Sie über die eLibrary aus. Die Stadt veröffentlicht Öffnungszeiten und aktuelle Angebote für die jeweiligen Bereiche; prüfen Sie diese vorab, besonders wenn Sie gezielt eine bestimmte Veranstaltung oder Einrichtung besuchen möchten.

Was die Zahlen über die Nutzung sagen
Im Jahr 2025 verzeichnete das Stuttgarter Bibliothekssystem 6.366.651 Ausleihen und 5.372 Veranstaltungen. Die Veranstaltungen zählten zusammen 93.355 Besucherinnen und Besucher. Diese Werte umfassen das gesamte System, also auch die Stadtteilbibliotheken und die digitalen Angebote.
| Kennzahl | 2024 | 2025 |
|---|---|---|
| Ausleihen insgesamt | 6.242.951 | 6.366.651 |
| Medien im Bestand | 1.029.234 | 1.002.367 |
| Davon gedruckte Medien | 768.909 | 792.051 |
| Ausleihen über die eLibrary | 1.813.722 | 1.792.237 |
| Neue Bibliotheksnutzerinnen und -nutzer | 22.519 | 21.354 |
| Veranstaltungen | 5.357 | 5.372 |
| Besucherinnen und Besucher bei Veranstaltungen | 77.723 | 93.355 |
2025 gab es mehr Ausleihen und deutlich mehr Besuche bei Veranstaltungen als im Vorjahr. Der Gesamtbestand sank, während die Zahl gedruckter Medien stieg. Über die eLibrary wurden weniger Medien ausgeliehen, und es kamen weniger neue Nutzerinnen und Nutzer hinzu. Der städtische Bericht nennt keine Gründe für diese Veränderungen. Deshalb lässt sich daraus keine bestimmte Ursache oder langfristige Entwicklung ableiten.
Was du vor dem Besuch wissen solltest
Wenn Sie vor allem das Gebäude besichtigen möchten, nehmen Sie sich Zeit für die zentrale Halle und die Ebenen rundherum. Auch das Café und die Dachterrasse gehören zum Haus. Prüfen Sie vorab, ob sie zugänglich sind und wann sie geöffnet haben. Für Veranstaltungen lohnt sich ein Blick in das Programm der Stadtbibliothek, denn die Jahreszahlen allein sagen nicht, welche Angebote gerade stattfinden.
Ordnen Sie auch ältere Meldungen über technische Probleme zeitlich ein. Berichte aus den Jahren 2012 und 2015 dokumentierten Schwierigkeiten mit Eingangstüren und Reparaturen im Gebäude. Die Berichte dokumentieren den damaligen Stand; ob diese Probleme heute noch bestehen, lässt sich daraus nicht ablesen.



