Der Ton erobert den Film

Bevor der Ton den Film eroberte, wurden gespielte Witze oder Alltagssituationen aufgezeichnet und vorgeführt. Dabei waren später nicht nur Jahrmärkte Anziehungspunkt für Filmvorführungen, sondern auch immer mehr Hotels und auch Gasthäuser besorgten sich die Filmprojektoren, um ihre Gäste zu erheitern.

Mit zunehmender Begeisterung entstanden nach und nach in den großen Städten extra gebaute Gebäude, die sich darauf spezialisierten, tägliche Vorstellungen zu zeigen. Diese Kinos glichen bald schon großen Theatern und Opernhäusern von ihrem glanzvollen Aussehen her. Ab den 1920ern kamen erste Kinostars zum Vorschein, deren Künste immer wieder gern betrachtet wurden.

Zur Zeit der Stummfilme mussten Zwischentexte Teile der Filmerklärung ersetzen. Später kam ein Filmbesprecher hinzu, der Texte mitsprach. Unterstrichen wurde dies teilweise von Klavierspielern, um den musikalischen Hintergrund zu gestalten.

Je länger die erzählten Geschichten wurden und je einfallsreicher und textintensiver, um so mehr haben die Erfinder nach einer Möglichkeit geforscht, um den Ton in den Film zu bringen. Erst ab 1926 gelang es, gesprochene Texte im Film auch hörbar zu machen, was ein neues Zeitalter der Kinos hervorrief.