Ufa Filmpalast

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Der Ufa-Palast Düsseldorf eröffnet bald das erste Luxuskino der Stadt. LONDON / ROH / Dresden Ufa Film Palace: ANASTASIA - - BALLETT VON MACMILLAN

Er hat es zum Thema seines großen Balletts " Anastasia " gemacht, eine der ersten Schöpfungen, nachdem er Direktor des Königlichen Balletts wurde.

Damals war noch nicht klar, ob die Tochter des Zaren nicht überlebte. Schließlich kreierte Macmillan eine Choreographie für ein psychodramatisches Werk über eine betrügerische und betrügerische oder schizophrene Zarin.

Jüngste DNA-Analysen und die Entdeckung der sterblichen Hülle der getöteten Menschen machten jedoch deutlich, dass die wahre Anastasie wirklich gestorben war. Wie dem auch sei, die Choreographie dieses Balletts lässt sich auf jeden Falle interpretieren, es ist ein sehr beeindruckendes psychodramatisches Schauspiel, das im ersten Teil ein glückliches Picnic der Tsar-Familie auf der imperialen Yacht mit der noch etwas kindisch reservierten Annastasia an der Grenze des Heranwachsens aufzeigt.

In der zweiten Handlung wird trotz der wachsenden gesellschaftlichen Unruhe ein Tanz abgehalten, um Anastasia in die Öffentlichkeit zu bringen. Im dritten Teil wird Anna/ "Anastasia" einige Jahre später in einer Psychiatrie gezeigt, wo sie nur noch ein trauriges Krankenhausbett und ihre "Erinnerungen" hat, das Gemetzel an der Familie des Zaren (das sie nicht miterlebt hat), die vermeintliche "Rettung" durch zwei Geschwister, ihr Selbsttötungsversuch, das "Verschwinden ihres Kindes", der "Tod ihres Mannes" und die "Auseinandersetzungen mit den imperialen Verwandten" und deren Abstoßung.

Nur in der Vorstellung dieser Frauen können diese "Erinnerungen", wie wir sie heute kennen, entstehen, mit Ausnahmen ihres Selbstmordversuchs, der tatsächlich vorlag. Dies ist in den Gedächtnissen der gefälschten Annastasia kaum aufgetreten und würde lieber zu einer eventuell noch lebenden Annastasia paßt, als die Szenerie, in der sie aus dem Leichenwagen geholt wird, aber das sollte nicht so ernst genommen werden.

Natalia Osipova, die als erste russische Tänzerin Anastasia an der Königlichen Oper tanzte, war es eine der Herausforderungen, die zu einer ihrer Vorführrollen wurde. Nicht nur mit ihrem extrem flexiblen, beweglichen Korpus, der wie gewichtlos durch die Lüfte gewirbelt" wurde, sondern auch mit einer Doppelrolle von Tänzerinnen, ihrer expressiven Kunst und vor allem ihrem schauspielerischen Können - eine Repräsentation der nie wieder vergessenen Vorgabe.

Christina Arestis tanzt als seine Frau Alexandra Fedorovna ihre Partie mit entsprechendem Zauber, zwischen spielerischer Jugend und mütterlicher Funktion, diskret, edel und vornehm, wie es damals Brauchtum war. Auch nach außen sah die "Zarenfamilie" sehr "echt" aus, wie alles in dieser Produktion (Gary Harris), vor allem durch Trachten im Stile der Zeit mit allem Zubehör und einem entsprechenden Bühnendesign (Inszenierung: Deborah Macmillan, Gestaltung: Bob Crowley).

In diese Zeit und in diese Zirkel hat man sich - mit Respekt - hineinversetzt gefühlt, wie man sie aus geschichtlichen Unterlagen weiß, unterstützt durch kleine Auszüge aus einem 100 Jahre altem Film -Dokument mit der wirklichen Zaren-Familie. Schon der kleine Sarewitsch bewegt sich mit verblüffender tanzender "Perfektion", spielt in allem intelligent mit und wirkt auch in seiner Funktion "echt".

So wie so oft im Royal Ballet (Ballettmeister: wie die doppelt waagerechte Figur der Anastasia in der Lüfte, "begonnen" und von einigen Tänzerinnen mitgetragen, oder die sich wandelnden Verhältnisse im psychisch durchdrungenen hin und her, für und gegen die Figuren, Tsarina, sein Ex-Liebhaber, ihr Mann und Rasputin, die die Überlegungen, Empfindungen und Verwechslungen mit wenigen aber geschickten Mitteln der Darstellung aufzeigen.

Um das fröhliche Familienleben der Zaren zu unterstreichen, hat das Orchester der Königlichen Oper unter der musikalischen Führung von Simon Hewett Werke von P. I. Tschaikowsky gespielt, aber auch von Bohuslav Martinú, um die Revolte mit angemessener Wucht zu brechen.

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