Kino Lichtburg

Lichtburg Kino

Zum Kauf von Kinokarten klicken Sie bitte auf die gewünschte Startzeit. Sämtliche Aktionen & Events - OPEN AIR KINO. Cinema: Lady Bird @ Lichtburg Cultural Centre | Wetter (Ruhr) | North Rhine-Westphalia. Die Geschichte des Kinos und der Stadt ist in der Lichtburg zu sehen. Der Leuchtschriftzug des ehemaligen Düsseldorfer Kinos Lichtburg ist nun in der Dauerausstellung des Filmmuseums zu sehen.

mw-headline" id="Geschichte">Geschichte>[Edit | | | Quellcode bearbeiten]>

Lichtburg ist ein historischer Film im Zentrum von Essen. Ein zweites, kleines Kino mit 150 Sitzplätzen, das nach dem indianischen Schauspieler Fabian J. K. Sabu genannt wurde, steht seit dem Wiederaufbau 2003 im Untergeschoss. Sie nannte sich selbst einen Lichtkoloss. In Essen gab es bis 1914 zwanzig Lichtspielhäuser. 1924 entschied die Landeshauptstadt Essen über einen allgemeinen Siedlungsplan, mit dessen Unterstützung auch der mittlere Burgerplatz neu gestaltet werden sollte.

Zu diesem Zweck wurde ein neuer Kinosaal im Stile der Neuen Objektivität konzipiert, der den Marktplatz dominiert. Für dieses Projekt entwarfen Ernst Bode, Stadtplaner von Essen, das Lichthaus als Bauwerk und das Essenser Architektenbüro Heydkamp und Bucerius (Richard Heydkamp und Curt Bucerius) die Innenarchitektur[3][4] mit einer 20 Meter großen Lichtkuppel, der damals grössten eines Theaters in Deutschland, nach Originalvorlagen des Baumeisters Lothar Kaminski.

Rund ein Jahr nach der Vernissage kam der Soundfilm in die Lichtburg. In dieser Zeit drohte aber auch für die Lichtburg die erste Krisensituation, da die Bevölkerung in der Zeit der wirtschaftlichen Krisensituation 1929 kaum mehr für das Kino ausgab. Während der NS-Zeit wurde die Lichtburg für Propagandazwecke ausgenutzt.

Oft präsentierte sie Filme aus Essen - zum Beispiel, wenn Adolf Hitler die Krupp Werke aufsuchte. Essen war ein bedeutender Industrie- und Rüstungsort für die NSDAP. In den Jahren 1933/1934 musste der Judenbetreiber, der Herausgeber, Entrepreneur und Gründer des Filmjournalismus Karl Wolffsohn durch massive Belastung durch den essenischen NSDAP-Kreisdirektor Josef Terboven das Kino an die Universal Filmgesellschaft weit unter seinem eigenen Preis verkaufen.

Die Lichtburg beispielsweise ist ein Beispiel für die frühe arisierende Haltung in Deutschland. Der antisemitische Propaganda-Film Jud Süß wurde 1940 auch in der Lichtburg gezeigt. An Karl Wolffsohn erinnerte seit 2006 eine Erinnerungstafel in der Lichtburg. Dort ist er Leiter der Stiftung Lichtburg in Berlin, die sich unter anderem mit einem deutsch-türkisch - juedischen Kulturhaus befasst.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Lichtburg beim Bombenangriff der Allianz auf Essen 1943 beinahe zerschlagen. Für die Bündnispartner war Essen wegen seiner Waffenindustrie ein wichtiges Ziel. Nahezu zwei Jahre nach Ende des Krieges sucht die Hansestadt über Zeitungsanzeigen nach neuen Betreibern. Als hochkarätige Top-Theater wurden Heinrich Jaeck und Erich Menz beauftragt, die bereits vor dem Kriege mehrere essenische Kinos betrieben hatten.

6 ] Die Neueröffnung erfolgte am 22. Mai 1950 mit einer Festrede des ehemaligen Bürgermeisters Hans Toussaint. In den 50er und 60er Jahren gilt die Lichtburg als das bedeutendste deutsche Erstlingskino. Im Jahr 1957 kehrte Romy Schneider zur Weltpremiere der Romantikkomödie Monpti in die Lichtburg zurück. Wenn die Lichtburg als Veranstaltungshalle benutzt wurde, spielten u. a. Louis Armstrong mit Velma Middleton (1952), Graf Basie oder Juliette Gréco.

Im Jahre 1963 übernimmt Frau Menz die Geschäftsführung der Lichtburg. In Essen beispielsweise schließen zwei Drittel aller Lichtspielhäuser innerhalb von 15 Jahren. Aufgrund ihrer Grösse, ihrer Schauspiel- und Theaterbühne und ihrer verkehrsgünstigen Position konnte die Lichtburg jedoch bis in die 1980er Jahre überleben. Im Jahr 1991 wurde das Multiplexkino Cinemaxx Essen auch in der Innenstadt erýffnet.

Sofort nach dem Kinostart sank die Zahl der Besucher in allen konventionellen Filmtheatern in Essen, die als überholt gelten. Abgesehen von der Lichtburg mussten nach kürzester Zeit alle Häuser geschlossen werden, darunter das Europa-Kino an der Vietnamstraße und der Grand-Palast am Vietnamplatz mit mehreren Showrooms. Auch die Lichtburg war ab der Jahresmitte der 90er Jahre immer wieder von Schließungen betroffen.

Auch die Gebäudekomplexe, in denen sich die Lichtburg erhebt, sind sanierungsbedürftig. Die Lichtburg kam 1998 in die Hand der Essens Film-Kunsttheater-Gesellschaft, deren geschäftsführende Gesellschafterin Marianne Menze ist, die die Lichtburg auch heute noch leitet. Durch ihre Mithilfe und die Förderung durch den Kulturrat der Landeshauptstadt Essen konnten Politik, Kulturschaffende und Medienschaffende für die Lichtburg als Kino gewinnen.

Im Jahr 2000 wurde schliesslich einstimmig beschlossen, die Lichtburg als Kino zu bewahren. Mit der Ansiedlung der Essener Erwachsenenbildungsanstalt im östlichen Bereich der Lichtburg wurden Anleger gefunden, mit deren Unterstützung das Vorhaben endlich Form annimmt. Die Lichtburg wurde nach der Restauration vom Mýrz 2002 am 16. Mýrz 2003 mit der deutschen Premiere des Filmes Das Wunder von Bern wiedererýffnet.

Heute ist die Lichtburg mit einer 150 qm großen Rollleinwand mit modernster Projektionstechnologie ausgestattet, hinter der sich eine eigene Showbühne verbirgt, so dass der 1250 Zuschauer fassende Raum auch für Theater- und Kleinkunstveranstaltungen sowie für Vorträge und Konzerte nutzbar ist. Die Lichtburg ist eines der wenigen Lichtspielhäuser in Deutschland, das noch über einen 70 mm Filmprojektor verfügen kann.

In der Lichtburg finden nun wieder zahlreiche Uraufführungen statt, vor allem von Arbeiten aus Deutschland. Die Großstadt Orkest unter der Regie von Maurice Luttikhuis hat die deutsche Erstaufführung begleitet. In der Zeit vom  20. bis einschließlich 24. Oktober 2015 gab die Gruppe in der Lichtburg sieben Auftritte. Christophe Wilmer, Dorothea Bessen, Martina Kroll, Marianne Menze (Herausgeberin): 75 Jahre Lichtburg Essen 1928-2003, Chronik Teil II Christoph Wilmer: Die Lichtburg in Essen (= Rheinkunststätten. Nr. 524).

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