Kino in Weimar

Weimarer Kino

Aus dem Film wurde ein Massenmedium. AV-Live-Kino bricht die klassischen Formen des Kinoformats: Als Live-Event tritt die audiovisuelle Aufbereitung in den Vordergrund. Hier geht es direkt zum aktuellen Programm des Cinestar im Atrium. Der Stumm- und Frühtonfilm der Weimarer Republik erscheint einem modernen Publikum zunächst fremd.

Leuchtturmkino im Tramdepot, Weimar | Kino

Die Macher des Lichthauses sind besonders an jungen Projekten und Inszenierungen interessiert. Ein Beispiel für die Gewinnung von Kooperationspartnern für Themenschwerpunkte ist die Vorstellung von internationalen Kurzfilm-Festivals in Kooperation mit dem "backup_festival. neue medien im film". Für sein Angebot wurde das Lichtspielhaus Kino bereits mehrmals prämiert.

Dritte Halle im Lichthauskino Weimar - Weimar

Mit einem dritten Kinosaal baut das Lichtspielhaus-Kino seine Kapazität aus und erhält seinen Platz untermauert. "â??Wir sind am Bau und werden in naher Zukunft bereit seinâ??, sagte Dirk Heinje am Vortag. Weimar. "Sven Opel, der mit Heinrich hinter der Firma Lichtthaus GbR steht, sagte auch: "Die Menschen in Weimar sind dem Kino sehr verbunden.

Opel schätzt die Investitionen auf rund 50.000 EUR, ohne die freiwilligen Arbeitsstunden. Das Kino hat seit 2003 ein Tagesprogramm, dem ersten Raum mit 99 Sitzplätzen folgt bald ein zweiter mit 46 Sitzplätzen, und ein Ende der Handwerksarbeit ist nicht in Sicht: Heinje, Opel und Katrin Ecker sind hier Partner.

Von den Stadtwerken als Grundstückseigentümer erhoffen sich alle drei, dass sie im Frühling 2013 über den Erbbaurechtsvertrag beschließen, um die langfristige Verwertung der "jungen Kultur" mit den Gesellschaftern DNT, Klassische Stiftung Weimar und E-Werk e. V. zu gewährleisten. Besonders erfreut zeigte sich Heinje über die Mitteilung von Kulturstaatsminister Bernd Neumann, dass sich die Filmverleihe an den Kosten der Digitalisierung beteiligt.

In Anbetracht der 60.000 EUR pro Zimmer würde sich der Eigenbeitrag von aktuell 25 Prozentpunkten erheblich mindern.

Kino Weimar auf der Berlinale

Filmvorführungen über Kriege und Alltag: Das Kino Weimar beeindruckte durch seine Vielseitigkeit - auch abgesehen von namhaften Meisterstücken wie "Metropolis" und "M". Rückblick und Diskussion mit dem Kurator Rainer Rother. In vielen Kulturbereichen galt die weimarische Volksrepublik (1918 - 1933) als Höhepunkt der deutschen Musik. Dies betrifft insbesondere das Kino.

Aber auch jenseits dieser berühmten Meisterstücke gibt es wieder sehenswerte Werke. In diesem Jahr zeigt die Berliner Festspiele einige davon in ihrer Werkschau "Weimar Kino - neu gesehen". Deutsche Welle: "Weimar - von neuem gesehen" heisst die Rückschau 2018 - was wird hier noch einmal auftauchen? Rainer Rother: Das hat zwei Seiten.

Zum einen sind es keine völlig unbekannten Folien, sondern wir präsentieren sie in neuen Restaurationen. Es freut uns sehr, dass uns viele Archive des deutschen Films dabei behilflich waren. Frisch betrachtet bedeutet das aber auch, dass wir einen Einblick in die Welt der Kinofilme jenseits des Kanonens bekommen, denn die Vielfältigkeit des Films in Weimar beschränkt sich nicht auf die zwei oder drei Hände voll von Werken, die in allen Kurzgeschichten erwähnt werden.

Es handelt sich um einen von Gerhard Lamprecht gedrehten und völlig unheroischen preußischen Spielfilm, "Der Katzensteg", der in der Zeit der Freiheitskriege spielt. Außerdem demonstrieren wir die internationale Ausrichtung dieses Theaters. Zum anderen Richard Eichberg, der nach Großbritannien ging und dort mit seiner Produktionsgesellschaft deutsch- und englischsprachige Filmversionen aufnahm. Das ist auch ein internationaler Aspekt: In Weimar arbeitet die Regie - gewissermaßen im Auslande.

Ein weiteres Beispiel für einen solchen exotischen Spielfilm ist "The Lamp of Asia" von Franz East, der nicht nach dem Exotischen im Atelier suchte, sondern nach Indien ging und eine rein indianische Erzählung mit indianischen Schauspielern erzählte. Sie werden drei große thematische Blöcke vorstellen: Exotismus - Alltagsleben - Geschichte. Sie haben gerade über das Exotische geredet, wie haben Sie den Arbeitsalltag gesehen?

Es handelt sich um reine Dokumentationsformen, die den Alltagsleben, aber auch die Probleme des Alltags einfangen. Aber es gab auch Kinofilme, die sich sehr genau mit der Wirklichkeit der weimarischen Volksrepublik auseinandersetzten. Es könnte ein Spielfilm wie Richard Oswalds "Frühlingserwachen" nach Frank Wedekinds Stück sein, in dem die Bedürfnisse von Jugendlichen beschrieben werden.

Oder" Die Inehelichen" von Gerhard Lamprecht, ein filmischer Beitrag, der die Differenzen zwischen Privilegiertem und Unterprivilegiertem sehr anschaulich aufzeigt. Es handelt sich dabei um ein Beispiel für einen auch in der Literatur vergleichsweise unverschleierten Einblick in die Realität der weimarischen Teilrepublik. Es gibt auch sehr verschiedene Spielfilme, z.B. von Franz Seitz, "Favorit der Könige", ein englischer Kinofilm aus dem sechzehnten Jahrhundert, der in München in Geißelgasteig gedreht wurde und nicht hinter den bekannten Filmtiteln der Ateliers in Babelsberg zurückbleiben muss - sowohl was die Gebäude als auch die Kameraführung von Franz Planer betrifft.

Und dann gibt es noch einen weiteren Spielfilm über den Ersten Weltkrieg, Die andere Seite: Interessant ist, dass Heinz Paul die deutschen Erlebnisse in einer englischsprachigen Version reflektiert, weil er ein Stück eines Briten verwendet, eine Geschichte von Wiederkehr und Trauma. Es war uns sehr am Herzen liegend, von dieser Klassifizierung "Von Caligari zu Hitler" wegzukommen und zu fragen: In welchem Zusammenhang steht dieser Titel eigentlich zu dieser Zeit?

Dabei sind diese Folien nicht nur zweifelhaft. Rückblickend: Ist es nicht auch so, dass die Vielfalt des Angebots im Kino der Woiwodschaft Weimar so groß war? Auch das Kino der Weimarer Republik steht für deutschsprachige und international ausgerichtete Kulturen - wie lässt sich diese andauernde Begeisterung im In- und Ausland bis zum heutigen Tag nachvollziehen?

Zum einen die Stilvielfalt, die vom Ausdruck des Ausdrucks bis zur Neuen Objektivität, vom Proletarierfilm bis zum Experimentalfilm reicht. Carin Herbst-Meßlinger, Rainer Rother, Annika Schaefer (Eds.): Weimar Cinema - new view, Bertz + Fischer Verlag, 252 pages, 225 photos, ISBN 978-3-86505-256-8. Feedback: Send us your feedback! von uns!

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