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Die Trivago-Strategie von Katrin Terpitz. Was sich lohnt - und was schlecht ist - zeigt eine aktuelle Studie: ein amerikanisches Hotelsuchportal mit klaren Stärken auf dem Hotelmarkt in den USA. IMMOFINANZ entwickelt eine neue Zentrale für trivago, das weltweit größte Hotelsuchportal, im Düsseldorfer Medienhafen. Ein originelles Team spielt in einer eigenen Liga, das das Hotelsuchportal für Luxushotels Create Viam eingerichtet hat. In unserem Hotelsuchportal finden Sie mit wenigen Mausklicks die günstigsten Hotels in Verona.

Hotel-Suchportal vor Börsenbeginn:

Trivago-Strategie

Dennoch wäre dies der zweitgrösste Börsegang eines Unternehmen aus Deutschland im Jahr 2016 nach Innogy. Trivago." 86% aller Bundesbürgerinnen und Bundesbürger wissen den bezaubernden, murmelnden Fernsehwerber der Hotelsuchmaschine. Mehr und mehr Menschen von Australien über Brasilien bis nach Amerika benutzen das Vergleichsportal Trivago, wenn sie den besten Hotelpreis im Netz haben.

Trivago ist seit vier Jahren Mehrheitsaktionär des US-Reiseportals Expedia mit 63,5 Prozent. Seither hat sich der Absatz nahezu verfünffacht. Im Dreivierteljahr 2016 waren es 585 Mio. EUR. Trivago steigt in einem für neue Emissionen angespannten Aktienjahr zum ersten Mal in den Handel ein - an der New Yorker Nasdaq.

Die Trivago geht zunächst als Dutch Holdings Travel B.V. (TRVG) an die Öffentlichkeit. Am Freitagvormittag gab Trivago einen Emissionspreis von elf Euro pro Stück bekannt. Die Hotelsuche hatte sogar einen Emissionspreis zwischen 13 und 15 Euro pro Stück angestrebt. Laut Reuters wurde auch das vorgesehene Anteilsvolumen von 28,5 Mio. auf 26,1 Mio. USD gesenkt.

Mit 287 Mio. EUR wäre das Emissionsvolumen damit erheblich geringer als vorgesehen. Analytiker wie Kevin Kopelman von Cowen & Cie hatten Trivago bisher mit rund fünf Mrd. USD beziffert - das Fünffache des prognostizierten Umsatzes von rund einer Mrd. USD im Jahr 2017. Trivago ist jedoch noch nicht rentabel.

In den ersten neun Monate betrug der Fehlbetrag 51,5 Mio. E. Im Rahmen des Börsengangs verkaufen die Firmengründer und Geschäftsführer Rolf Schrömgens, Peter Vinnemeier und Malte Siewert einen Teil ihrer Anteile. Zusammen sind sie derzeit mit 36,5 Prozent an der Unternehmensgruppe beteiligt. Trivagos Mutter Expedia selbst wird sich nicht von den Gesellschaftsanteilen abgrenzen.

Zum zweiten Mal seit dem Eintritt von Expedia können die beiden Firmengründer nun ihr Geld verdienen, auch wenn es weniger sein mag, als sie es sich erhofften. Im Jahr 2013 waren 477 Mio. EUR in die damals tätigen Firmengründer und Anleger wie Insight Venture Partner eingeflossen. Im Jahr 2010 hatte der US-Investor 27,3 % von Trivago für 42,5 Mio. EUR erworben.

Darunter sind Unternehmen wie Delivery Hero, Hello Fresh und Moebel24: "Wir haben bereits über 100 Mio. EUR in das Unternehmen gesteckt und erfolgreich beendet", so die Website. Der Grund für den IPO von Trivago, den die Firma kurz vor Ende des Jahres vorangetrieben hat: mehr Finanzflexibilität, um das globale Wirtschaftswachstum und die Technologieinvestitionen weiter anzukurbeln.

Trivago braucht mehr Geld. Laut Marktforscher Phocuswright wurden im Jahr 2015 weltweite Buchungen im Gesamtwert von 127 Mrd. USD vorgenommen - im Jahr 2010 waren es nur noch 69 Mrd. USD. Das Marktwachstum ist rasant, da nur jede dritte Hotelreservierung über das Internet erfolgt. "Dass Trivago in den nächsten Jahren sehr groß werden wird, steht außer Frage", sagt Reisemarktexperte Dennis Schaal vom Branchen-Portal "Skift".

Ob Trivago sein "Rentabilitätsgen" aktiviert, bleibt jedoch offen. Trivago generiert Umsätze nach dem verbreiteten "Cost-per-Click"-Prinzip. Booking-Plattformen wie Expedia und Booking. Wenn ein Benutzer auf ein Angebot in einem Hotel anklickt und zur Reservierung auf seine Seite umgelenkt wird. Laut Reuters scheinen jedoch einige Anleger besorgt zu sein, dass Trivago für seine Erträge zu sehr auf einige wenige Reisebüros zurückgreifen könnte.

Hauptaktionär Epedia erwirtschaftet 35 Pro-zent des Gesamtumsatzes, die Priceline Group mit Booking. und weitere 43Prozente. Der Standort Trivago hat in den vergangenen zwölf Monate per 30. Juni rund 1,4 Mrd. Besucher verzeichnet. 1,3 Mio. Hotelbetriebe auf der ganzen Welt werden angeboten. Die Trivago hat die internationale Ausrichtung sehr frühzeitig und konsequent vorangeschritten. "Metasuchmaschinen wie Trivago oder Kajak sind kräftig gewachsen", sagt Michael Buller, Vorstandsmitglied der Internet Travel Sales Association, zu der auch Trivagos Muttergesellschaft Expedia zählt.

Der Wettbewerb auf dem vergleichbaren Hotelmarkt ist jedoch groß. für 1,8 Mrd. Dollars. Die Hotelbewertungsplattform, die seit langem Hotelpreisvergleiche durchführt, wurde 2011 mit einem IPO der Muttergesellschaft Expedia von Trivago ausgegliedert. Heute hat sie eine Börsenkapitalisierung von rund 6,7 Mrd. USD und erzielte im Jahr 2015 einen Jahresumsatz von 1,5 Mrd. USD.

Trivago will angesichts des scharfen Wettbewerbes seine Bekanntheit mit einer weltweit angelegten Anzeigenkampagne im Fernsehen und Fernsehen weiter erhöhen - um jeden Preis. Die Marketingaufwendungen betrugen in den ersten neun Monate knapp 500 Mio. EUR oder mehr als 85 Prozent des Umsatzes. Trivago hebt jedoch in seinem Prospekt hervor, dass sein Hauptindikator, der Return on Advertising Spending (ROAS), gut ist.

Per Ende Septembers waren es 116Prozente. Mit einem Werbeeuro wurde ein Verkaufserlös von 1,16 EUR erzielt. Durch den Erlös aus dem beabsichtigten IPO wird Trivago auch seine Vermarktungsoffensive weiter verstärken.

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