Berliner Zimmer

Das Berlin-Zimmer

Der so genannte Berliner Raum ist groß, dunkel - hat aber auch Charme! Im Dezember zur Eröffnung der Ausstellung, die Einblicke in die Lebensbedingungen der Berliner gibt. Das Berliner Zimmer möchte im 19. Jahrhundert fortgeführt werden. Der große Raum ist fast völlig abgelegen.

KOORDINATION entwickelte das Ausstellungskonzept und die Gestaltung der Gruppenausstellung'Berliner Zimmer' auf der Biennale Interieur in Kortrijk.

Und was ist ein Berliner Zimmer?

Der so genannte Berliner Saal ist groß, düster - hat aber auch Zauber! Das Berliner Zimmer: Ein Terminus, der immer wieder im Zusammenhang mit Berliner Herrschaftswohnungen in Altbauten der Jahrtausendwende verwendet wird. Der Berliner Saal ist eine besondere Attraktion der Berliner Wohnhäuser der Jahrtausendwende. Das Zimmer, das diese beiden Räume - das Vordergebäude und den Seitentrakt - vereint, ist das Berliner Zimmer.

In der Vergangenheit wurde dieser besondere Saal als Empfangs- und Erholungsraum benutzt. Wenn heute kaum noch jemand mit Dienern lebt oder einen separaten Empfangsraum benötigt, wird der Berliner Saal sehr verschieden ausgenutzt. Der Berliner Saal hat einen großen Nachteil: Im Sommer und Winter, am Tag und am Abend muss das Tageslicht immer angeschaltet sein, weil durch das kleine Eckenfenster zu wenig Tageslicht in den Saal kommt.

"Berliner Zimmer" - schmutzige Ecke und Herzstück der Altbau-Wohnung

Die " Berliner Zimmer " gehören zur Klassik " Mietskaserne " aus dem neunzehnten Jahrtausend. Im " Berliner Zimmer " sind die Spirituosen seit jeher scheiden. Keine Wohnung in einer Berliner Altbau-Wohnung ist größer, dunkler und schwerer zu benutzen als derjenige, der den Übergangsbereich zwischen Vorder- und Seitengebäude in den Berliner "Mietskasernen" des XIX. und XIX. und XV. Jh. ausbildet.

"Tauchen " oder versprochen? Friedrich Engels war 1893 zu Besuch bei Freunden in Berlin-Charlottenburg, als er sich über deren Lebensbedingungen ärgerte. Diesen Durchgangsraum bezeichnete er in einem Schreiben an einen Freund als "Berliner Spelunke" - wahrscheinlich weil er zwei Merkmale hatte, die für ihn nicht wirklich zusammenpassten: Die Berliner verweilten einen großen Teil ihrer Zeit im Zimmer, obwohl es ihm düster und uneinladend vorkam.

Auch heute noch gibt es Appartements, in denen das "Berliner Zimmer" für mehr Verwirrung sorgt, als dass es ein Einrichtungsangebot ist. Doch wo die großzügigen Altbau-Appartements mit ihren Hochzimmern, Parkettdecken und Parkettfußböden der Sinnbild des Wünschenswerten sind, ist das "Berliner Zimmer" auch zu einem dekorativen und unverzichtbaren Zubehör geworden.

Der " Berliner Raum " war die Lösung eines strukturellen Problems. Das frühe Berliner Wohnhaus bestand aus einem Vorbau, der zwei bis drei Wohneinheiten pro Geschoss sowie in der Regel zwei Seitenflügel zum Innenhof und ein Rückgebäude aufwies. Aus dem inneren Korridor des vorderen Hauses, das vom Herrenhaus bewohnt war, standen zwei bis drei Zimmer zur Straße, die auch über Tore miteinander verknüpft waren.

Am Ende des achtzehnten Jahrhundert, als repräsentativere Räume gefragt waren, wurden die Nebenflügel, die früher als Schuppen und Wirtschaftsgebäude genutzt wurden, mit den Appartements im Vordergebäude verknüpft. Die großen Berliner Baumeister Karl Friedrich Schinkel und Friedrich August Stüler haben sich unter anderem damit beschäftigt - es ist kontrovers, wer das Vorbild später in verschiedenen Varianten nachgebaut hat.

Bald wurde das "Berliner Zimmer" zum fixen Bestandteil einer Vorderhauswohnung in Berlin. Im Seitentrakt, entlang eines engen, lang gestreckten Ganges, befanden sich in der Regel die Kueche und mehrere andere Zimmer, von denen viele ihren eigenen Dienereingang hatten. Der Begriff "Spelunke" von ENGEL war für diesen dunklen, aber sprudelnden Saal besonders geeignet - vor allem, wenn der innere Hof schachtartig war.

Durch die Verkleinerung vieler Appartements nach dem Zweiten Weltkrieg, die durch den Mangel an Appartements im Nebenflügel entstanden waren, verlor sie ihre Großzügigkeit. Daran hat sich auch die Problematik der sinnvollen Nutzung des "Berliner Zimmers" nicht geändert. Doch mit der Wiedergeburt der Berliner Altbaukunst, spätesten nach dem Ende der Spaltung der Hauptstadt, nahm auch die kreative Raumnutzung zu.

Die " Berliner Räume ", die vom Innenhof und von der Straße ausreichend beleuchtet werden, fungieren heute als Wohn-, Ess- oder Arbeits- und Bibliothekszimmer. Die etwas ungewöhnlichere Gestaltung und Größe verleihen ihm einen Loftcharakter. Damit wurde es zum Herzen der beliebten Altbau-Wohnung im blühenden Berlin.

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