Apartment Berlin

Wohnung Berlin

Eine Wohnung in Berlin Eine Verfilmung von Alice Agneskirchner. Mit 3sat und RBB in Co-Produktion. Dass immer mehr jugendliche Israeli nach Berlin umziehen, hat viele Gründe: eine kosmopolitische und international geprägte Stimmung, geringe Wohnkosten und eine gute Verkehrsinfrastruktur. Aber Berlin ist auch der Platz, von dem aus die Judenvernichtung akribisch vorbereitet wurde.

Die jungen Israeli - die dritte Nachkriegsgeneration - sind heute auf der Suche nach einem Wiederanfang. Die beiden machen sich auf eine Reise durch die Zeit und werden die ursprüngliche Wohnung einer abgeschobenen Judenfamilie in Berlin so ausstatten, wie sie einst war. "An Apartment in Berlin" (in Koproduktion mit 3sat und RBB) wird für den Preis beim Palm Beach International Filmfestival akzeptiert.

Außerdem wird der Kinofilm am Donnerstag, den 22. April im Goethe-Institut Los Angeles in Zusammenarbeit mit dem Los Angeles Jewish Filmfestival und dem Jewish Journal gezeigt, gefolgt von einer Podiumsdiskussion mit der Direktorin Alice Agneskirchner, die von Susan Freudenheim (Publishing Director Jewish Journal) geleitet wird. Die Co-Produktion "Ein Apartment in Berlin" wird am Freitag, den 29. Februar um 24 Uhr auf RBB und am Samstag, den 26. und Sonntag, den 21. Februar auf Spiegel Historie inszeniert.

Direktorin Alice Agneskirchner nimmt drei junge Israeli mit auf eine Zeitreise in die Geschichte und erforscht mit ihnen, wie das Berliner Familienleben zur Zeit des Nationalsozialismus war. Die Filmpremiere fand im Berliner Zeughauskino statt und wurde seitdem auf vielen Filmfestivals gezeigt. Eine Verfilmung von Alice Agneskirchner.

Mit 3sat und RBB in Co-Produktion. Yael, Eyal und Yoav sind drei kleine israelische Jugendliche in Berlin. Man lernt sie besser kennen und erfährt, dass sie aus ganz anderen Beweggründen nach Berlin kamen. Die eine wollte der schweren israelischen Politik entfliehen, die andere löste sich von ihrer rechtgläubigen Verwandtschaft und die andere versuchte eine professionelle Aufforderung.

Es kommen immer mehr Jugendliche aus Israel nach Berlin. Zahlreiche ihrer familiären Geschichten wurden vom nationalsozialistischen Gedankengut beeinflusst. Schon vor über hundert Jahren, 1905, waren Simon und Rose von Galizien nach Berlin gekommen, um sich eine größere Zukunftsperspektive zu erörtern. Mehrmonatig beschäftigte sich Direktorin Alice Agneskirchner mit der Historie dieser Eierhändlerfamilie und liest Nazi-Akten.

Die Eyal, Yael und Yoav bemühen sich, die ursprüngliche Wohnung der Adler in Berlin zu möblieren. Auf diese Weise gehen sie mit dem Geschick der Familien und ihrem Dasein um. Beim Durchsuchen der Dateien nach Information kommt es zu einer überraschenden Wende. Die kritische Diskussion mit dem Filmemacher macht deutlich: Auch wenn die Jugendlichen aus Israel unzertrennlich mit ihrer eigenen Herkunft verknüpft sind, wollen sie keine Vertreter der Historie sein.

Wie wird heute an den Holocaust gedacht - von Deutschland und Israel? So wird die geschichtsträchtige Ferienwohnung der Adlerfamilie zu einem Ort der Begegnung und Diskussion. Die als eine Art Reisen der Jugendlichen in die Geschichte geplante Geschichte wird für alle Teilnehmer zu einer komplexen und überraschenden Erlebnissituation.

In Verbindung mit der Geschichte des alten jüdischen Lebens entwickelt der Regisseur und die jugendlichen Israeli ein Verstehen für die jeweiligen Standpunkte und findet in der heutigen Zeit einen neuen Weg des Umgangs mit anderen.

Mehr zum Thema