3d Kino

3D-Kino

Die aktuelle 3D-Boom ist nicht der erste Versuch in der Filmgeschichte, das dreidimensionale Kinoerlebnis zu etablieren, aber es ist der vielversprechendste. Durch die Möglichkeiten der Digitaltechnik und den Erfolg von AVATAR ist das Interesse der Kinobranche an 3D in den letzten zwei Jahren wieder gestiegen. Im Mittelpunkt der hier vorgestellten Studien stehen die Zuschauer des 3D-Kinos. Mit 4DX können Kinobesucher noch tiefer in das Geschehen hineingezogen werden. Zahlreiche Filme werden heute nur noch in 3D in den Kinos gezeigt, darunter auch Filme für Kinder.

Das 3D-Kino

Das Stereomaterial hat im Gegensatz zu herkömmlichen "2D"-Filmen 24 Frames pro Sek. statt der üblichen 24 Frames pro Sek. - 24 für jedes Augen! Die für jedes einzelne menschliche Auge unterschiedlich wirkenden Aufnahmen können mit der neuen 3D-Brille mit ihren Polariod-Objektiven als farbgetreues Raumbild wiedergegeben werden. Das eigens entwickelte 3D-Brille ist aus leichtgewichtigem, recycelbarem Plastik und hat ein attraktives Aussehen.

Die 3D-Brille wird aus hygienischen Gründen nur an unsere Kinobesucher verteilt. Die High Framerate (HFR) ist ein digitales Kinofilmformat, das eine größere Bildfrequenz als die aus der herkömmlichen Filmtechnologie bekannte 24 Frames pro Sek. verwendet. Dadurch werden noch klarere Aufnahmen ohne Bewegungsunschärfe und Schalung für das 3D-Erlebnis möglich.

Nein. Die in 3D-Kinos verwendeten 3D-Brillen sind auch für HFR 3D verwendbar. Als erster Spielfilm im HFR-3D-Format erscheint Peter Jacksons "The Hobbit" im Dezember 2012 mit einer Bildrate von 48 Frames pro Sek. Die Filmaufnahmen für die Trilogie von Peter Jackson und seinem Kameraleute Andrew Lesnie wurden in HFR mit 48 Frames pro Minute aufgenommen.

Historie und Ausblick

Dinosaurier, Carlos Saldanha, Mike Thurmeier, USA 2009) zeigten ihre Attraktivität auf der Besuchermesse. In der Geschichte des Films gab es immer wieder Versuche, Stereoprojektionen vorzustellen. Bis zum Zweiten Weltkrieg begnügten sich die 3D-Filmexperimente mit dem Spektakel des 3D-Raumeindrucks, doch nun versuchen die Filmemacher, die dreidimensionalen Monsterfiguren auch auf dramaturgische Weise einzusetzen, um beispielsweise das Zuschauerpublikum vor allem in Gruselfilmen mehr mit Schock-Effekten zu erschrecken.

Aufgrund der nach wie vor bestehenden technologischen Mängel konnte sich diese Technologie jedoch auch damals nicht etablieren. Diese neue US-Filminitiative war jedoch nicht freiwillig: Die ständig verbesserte Heimkino-Ausstattung und Online-Raubkopien bereiten dem Klassik-Kino immer mehr Probleme. In den USA (Rob Letterman, Conrad Vernon, USA 2009) bereits jedes dritte Mal. So ist es kein Zufall, dass Animationsfilmer wie z. B. die Firma Adobe Creative Suite und die Firma Pixel angekündigt haben, dass ab 2009 nur noch Stereofilme produziert werden.

Branchenexperten zufolge sind die Zusatzkosten für die 3D-Filmproduktion um 20 bis 30% höher als bei herkömmlichen flächigen Aufträgen. Die Kinobetreiber hoffen auch, dass sich ihre Investition in die neue Technologie nachhaltig auszahlt: Neben den Beschaffungskosten von rund dreißigtausend Dollar führen 3D-Projektoren zu höheren Kosten und die Anlagen verschleißen schneller als 35-mm-Projektoren.

Während im Jahr 2009 noch 54% der Digitalkinos in Europa mit 3D-Systemen bestückt waren, waren es im Jahr 2009 bereits 69%. Damals waren 13% aller Lichtspielhäuser in Europa mit digitaler Projektion bestückt. Etwa 290 Lichtspielhäuser mit rund 430 Leinwänden sind in Deutschland zurzeit mit digitaler 3D-Projektion bestückt.

In seinem ersten 3D-Film will er die "poetischen Fähigkeiten dieser Technik" erforschen, die noch nicht in Fantasy- und Trickfilmen aus Hollywood eingesetzt wurden. Kinogeschichtlich deutet jedoch vieles darauf hin, dass sich das große gemeinsame Kinoerlebnis als widerstandsfähig erweisen wird.

Mehr zum Thema