Sissi - Die Kaiserin von Österreich Die österreichische Trilogie „Sissi“, „Sissi – Die junge Kaiserin“ und „Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin“ aus den 50er Jahren ist eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Filmproduktionen aller Zeiten. Die Trilogie beschreibt die, neben Romeo und Julia, wohl bekannteste Liebesgeschichte zwischen der bayrischen Herzogstochter Elisabeth, liebevoll auch Sissi genannt, und dem jungen österreichischem Thronfolger Franz Joseph.
Die Herzogstochter Elisabeth wächst im beschaulichen Bayern. Sissi ist tierlieb und sehr naturverbunden und wird von ihren Eltern weitestgehend von den gesellschaftlichen Zwängen ferngehalten. Im Alter von 16 Jahren begleitet Sissi ihre Mutter und ihre ältere Schwester Néné nach Österreich, um den jungen Franz Joseph auf seiner Sommerresidenz zu treffen. Sissi wird auf Grund ihrer mangelnd hoftauglichen Erziehung nicht an den gesellschaftlichen Empfängen teilnehmen und verbringt die meiste Zeit in der Natur. Bei einem Angelausflug trifft sie Franz Joseph, von dem sie noch nicht weiß, dass er der zukünftige Verlobte ihrer Schwester ist. Bei einem späteren Jagdausflug gesteht ihr Franz Joseph seine Gefühle und bedauert die baldige Heirat mit ihrer Schwester. Sissi lässt Franz Joseph, aus Loyalität zu Néné, stehen, obwohl auch sie sich längst in ihn verliebt hat. Am Abend der Bekanntmachung der Verlobung zwischen Néné und Franz Joseph gesteht dieser ihr endgültig seine Liebe und setzt sich über jede Vorbehalte und Ablehnung hinweg und verkündet vor allen Anwesenden seine Verlobung mit Sissi. Die Fortsetzungen der Filme beschreiben das gemeinsame Lieben und Leben von Franz und Sissi, getrübt von gesellschaftlichen Verpflichtungen und Zwängen denen vor allen Franz Joseph unterworfen ist. Der letzte Teil der Trilogie widmet sich den wohl schwierigsten Ehejahren Franz' und Sissis. Auf Grund einer schweren Lungenkrankheit muss sich Sissi lange Zeit in der Ägäis erholen und durchlebt so eine noch größere Trennung mit ihrem Ehemann. Hinzu kommen politische Spannungen zwischen Ungarn, Österreich und Italien.
Die tragische und doch so romantische Geschichte der jungen Kaiserin Sissi fasziniert bis heute generationenübergreifend. Das Phänomen „Sissi“ hat nicht nur die österreichische Filmindustrie sondern auch unsere Vorstellungen von Romantik in jeglicher Hinsicht stark geprägt.
Anlässlich des 50jährigen Filmjubiläums hat das Reminder Hofmobiliendepot des Möbel Museums in Wien eine Sonderausstellung eine Ausstellung zur Geschichte der Möbel vorgenommen, die besonders dieser Trilogie eine unverwechselbar märchenhafte Authentizität verliehen haben. Die Sissi-Filme gehören mittlerweile zweifellos zu einem Stück internationaler Filmkulturgeschichte und werden in der Ausstellung unter anderem unter dem Aspekt der kaiserlichen Originalmöblierung und dessen Bedeutung für das Wirken des Films beleuchtet. Die mondäne Einrichtung des Palastes mit den hunderten von kunstvoll verzierten Schränken, Tischen und Stühlen wird jedem, der die Filme gesehen hat, noch lebhaft in Erinnerung bleiben.
Die romantische Geschichte von Sissi und Franz Joseph lebt also nicht nur in unseren DVD-Regalen, sondern auch in unserer Vorstellung einer märchenhaft-romantischen Wohnungseinrichtung weiter. |