Beleuchtungstechnik in Kinos Licht ist nicht nur der Schlüssel allen Lebens, sondern wird auch weithin als beliebtes wie auch wirksames Marketinginstrument eingesetzt. In gediegener Atmosphäre kauft, bei angenehmen Beleuchtungsverhältnissen, kauft es sich besser ein, lässt es sich entspannen und die Freizeit genießen. Das haben auch Kinobetreiber bereits vor langer Zeit erkannt und setzen in modernen Komplexen neben beeindruckenden Bild- und Tonqualitäten zunehmend auf moderne Lampen und eine ausgeklügelte Lichttechnik.
Ähnlich wie in großen Einkaufszentren das Licht indirekt den nicht gerade kürzesten Weg für die Konsumenten durch die verschlungenen Wege führen soll, so ist es auch in Kinos die Beleuchtungstechnik, welche den Weg weisen soll. Besonders in Notfällen, wie etwa bei einem Brand müssen entsprechende Beleuchtungen klar und sicher den schnellsten Weg nach draußen aufzeigen. Damit dies alles gewährleistet werden kann, werden komplexe, meist computergestützte Steuerungsprogramme in den Multiplex, IMAX und den so genannten Stand Alone Kinos installiert. Letztere sind meist im rustikalen erhaltende Kinosäle, welche den Charme der alten Zeit weiter tragen sollen. Dennoch benötigen diese im Prinzip eine identische Abnahme der Sicherheitsbedingungen, wie es auch bei größeren Komplexen der Fall ist.
Des Weiteren ist es eben nicht nur das typische An- und Ausschalten des Lichtes bei Filmbeginn und –Ende. Vielmehr ist es der langsame Abdimmeffekt, welcher ein sanftes Übergleiten der Ankommensphase in die entspannende Rückenlehne des Kinosessels ermöglichen soll. Menschen verarbeiten unbewusst langsamere Veränderungen positiver und mit weniger Stress, als es etwa bei einem sehr schnellen An- und Ausschalten der Kinosaallichter der Fall wäre.
Doch neben der Beleuchtungstechnik im Kinosaal direkt, existieren in einem Multiplex oder anderem Kinotyp natürlich noch zahlreich weitere Beleuchtungselemente. Diese werden interessanter Weise nur unbewusst vom Besucher wahrgenommen. Auffallen würden diese lediglich dann, wenn auf einmal eine Fehlfunktion zum Ausfallen führen würde. Zur Verdeutlichung soll nun der Vergleich eines typischen Bürohauses mit der Beleuchtung einer Kinolounge herhalten. Während im Büro meist alle Lichter sehr hell und vor allem gleicher Intensität sind, so soll die Beleuchtungstechnik in Kinos für eine unbewusst stressfreie und lockere Atmosphäre sorgen. In einer solchen werden nachweislich mehr Getränke vor dem eigentlichen Film konsumiert, es werden mehr Knabbereien zum Film gekauft und der Besucher ist schneller bereit die vergleichsweise höheren Preise für Essen und Getränke im Kino zu entrichten.
Licht hat also alles in allem eine größere Wirkung auf die Menschen, als es zunächst der eigenen Erwartung entsprechen würde. Dabei passieren die meisten Gedankengänge im Unbewussten. Das sich einstellende Wohlgefühl im Kinosessel ist jedoch nicht programmierbar, kann aber durch Lichteinflüsse bereits in der Eingangshalle unterstützt werden.
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